Der Netzpython
(Broghammerus ''Python'' reticulatus) 
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Allgemeines

Der Netzpython ist fast in ganz Südostasien verbreitet und findet sich auch vermehrt auf weiter vom Festland gelegenen Inseln wieder. So gibt es neben den zahlreichen Farb- und Zeichnungsvarianten auch die verschiedenen Lokalformen, die meißt nicht weniger eindrucksvoll gezeichnet  sind. Es wird viel gestritten um den Titel der größten Schlange der Welt. Man kann jedoch mit Bestimmtheit sagen, dass der Netzpython(Broghammerus reticulatus) die längste und die Grüne Anakonda (Eunectes murinus) die schwerste Schlange der Welt ist.

Wissenschaftliches

Der bisher gebräuchliche lateinische Artname des Netzpythons Python reticulatus ist nicht länger die korrekte wissenschaftliche Bezeichnung für diese Tiere. Bei der nähren phänotypischen und genotypischen Betrachtung und Untersuchung der Tiere fand man heraus, dass die Verwandschaft zum Timorpython doch enger ist als zu den anderen Vertretern der Pythons. Ein Grund der Umgruppierung dieser zwei Arten hängt wohl mit der Anzahl der Labialgruben(Wärmerezeptoren) zusammen. Ausschlaggebend hierfür waren Untersuchungen von LESLEY H. RAWLINGS (Adelaide, Australien), der hierzu einige Artikel verfasst hat. Die aktuell korrekte Bezeichnung lautet Broghammerus reticulatus.

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Zeitungsartikel zum Thema:

Längste Schlange der Welt nach Villinger benannt

Sie misst mehr als acht stolze Meter, gilt damit als längste Schlange der Welt. Der besondere Clou: Das bisher als asiatische Netzpython bekannte Tier musste neu benannt werden und erhielt den wissenschaftlichen Namen „Broghammerus reticulatus“ nach dem Villinger Experten Stefan Broghammer.

VS-Villingen – Und der versierte Reptilienfachmann ist ganz aus dem Häuschen: „Ich fühle mich wirklich geehrt, der Namensgeber für eine neue Gattungsart zu sein, zumal es sich um ein solch spektakuläres, wunderschönes Tier handelt“, freut er sich über die endgültige Entscheidung eines renommierten Wissenschaftlerquartetts aus Australien und den USA.

Der 40-jährige Broghammer gilt als einer der Python-Experten in Deutschland und hat nach eigenen Angaben die europaweit größte Pythonzucht mit rund 4000 bis 5000 Exemplaren. Ein guter Bekannter von ihm, der Australier Ray Hoser, veröffentlichte schon 2004, dass sich die asiatischen Pythons sehr von den afrikanischen unterscheiden und die jüngst entdeckten Mitglieder der Riesenschlangen einen neuen Gattungsnamen erhalten müssten. „Broghammerus“ sollte dieser lauten, wie der Wissenschaftler festhielt.

Und so kam Stefan Broghammer, Inhaber des Reptilienfachgeschäftes „M&S Reptilien“ mit Sitz in Weigheim, zu der Ehre, dass sowohl der asiatische Netzpython als auch der rund vier Meter lange „Asiatische Timorpython“ (Broghammerus timorensis) nach ihm benannt wurden.
In Anerkennung für Broghammers Beiträge in der Herpetologischen Wissenschaft allgemein und speziell für die Arbeit und Veröffentlichungen rund um die Python-Zucht, wurde die neue Namensgebung Ray Hosers im vergangenen Jahr schließlich durch eine unumstößliche DNA-Untersuchung von vier international anerkannten Wissenschaftlern aus Australien und den USA bestätigt.

Nach den international gültigen Namensregeln in der Wissenschaft, muss immer der Name desjenigen übernommen werden, der sich als erster mit dem jeweiligen Tier befasste und den neuen Gattungsnamen vergeben hat. Diese Namensgebung ist dann verbindlich und gilt für alle Zeit. So begegnet der Name „Broghammerus reticulatus“ nun sämtlichen Schlangenliebhabern und die wissen: Ein echter Villinger stand Pate für den Gattungsnamen der längsten Schlange der Welt

(Quelle:Südkurier)

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Verhalten

Über viele Jahre hinweg hatte der Netzpython einen sehr schlechten Ruf als aggressives und bissiges Tier. Das liegt wohl daran, dass es jahrelang nur selten Nachzuchten dieser wunderschönen Tiere gab und Wildfänge zu Spottpreisen abgeboten wurden. Schnell waren  ahnungslose Halter überfordert und eingeschüchtert vom hektischen und wehrhaften Verhalten des Netzpythons.

Wie bei allen Schlangen und anderen Wildtieren ist es so, dass diese nicht ''zahm'' werden, wie oft so schön gesagt wird. Vergleicht man B. reticulatus mit P. bivittatus bvittatus, sieht man deutliche Unterschiede im Verhalten. Einen Verhaltensfehler von Seiten des Pflegers, auf den der Tigerpython vielleicht nicht reagiert wird bei Netzpython gleich mit einem Abwehrbiss bestraft. Bei jüngeren Tieren kann dies noch recht häufig der Fall sein, denn im Alter legt sich die Hektik vieler Tiere.

Anschaffung

Wenn man mit dem Gedanken spielt einen oder mehrere Netzpythons zu pflegen wäre es von Vorteil, wenn man mit einem Jungtier startet, dass man bei einem Züchter kauft, bei dem man sich über die Haltung, Pflege und Besonderheiten informieren kann. Ich möchte deutlich betonen, dass B. reticulatus keine Anfängerschlange ist und sich Vorerfahrungen im Bereich wirkliche Riesenschlangen mit Tigerpython (Python bivittatus bivittatus), Anakonda (Eunectes murinus) oder Felsenpython (Python sebae) auszahlen können. Für mich war Python molurus bivittatus ein guter Einstieg in die Welt der wirklichen Riesen.

Größe

Tiere wie Big Betty von Karsten Wöllner oder die ehemalige Tigerretic-Dame Fluffy von Bob Clark sind mit  ihrer Länge von über 7 Metern wohl die Ausnahme und können mit einem Menschen verglichen werden, der die Zwei-Meter-Marke überschreitet.


Amel-Netzpython Weibchen bei Prehistoric Pets (USA) ca. 650 cm

In der Regel bleiben die größer werdenden Lokalformen wie Sumatra und Makassar bei 5,5 bis 6 Meter, je nach Geschlecht, da die Männchen meist etwas kleiner und schlanker sind als die Weibchen.

Die wirklichen Zwerge unter den Netzpythons sind Tiere aus den Regionen Madu und Kalatoa. Sie werden meistens nicht größer als 250 cm und sind sogenannte Superdwarfs.

                                                     Madu Island Super Dwarf Männchen                                                            ca. 3 kg und 170 cm


Tiere aus Bali, Jampea ,Kayuadi und Selayar  sind sogenannte Mediumvarianten und bewegen sich zwischen 3 und 4 Metern Gesamtlänge.

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Solche Ausnahme-Riesen gehören in die Hände erfahrener Halter oder in zooologische Einrichtungen und nicht in die Hand presitgesüchtiger Möchtegern-Terrarianer!

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