Umgang und Fütterung

Umgang (Handling)

Wenn man sein Tier nicht ein Leben lang durch eine dicke Glasscheibe bewundern möchte und beim Füttern nur kurz die Tür aufreißt, um dann das Futtertier ins Terrarium zu werfen ist es unumgänglich sich mit dem Handling von Netzpythons auseinander zu setzen. 


Junge Netzpythons und nicht eingewöhnte Tiere schnappen desöfteren mal zu und um diese Reaktionen abzuschwächen ist ein langsames, schrittweises Gewöhnen von Wichtigkeit. Dies soll jedoch nicht heißen, dass man am Ende ''zahme'' Tiere im Terrarium hat oder jeden Tag die Tiere aus dem Terrarium zerren soll. Es gibt Halter die händeln ihrer Tiere nicht und haben im Umgang keine Probleme, dies kann jedoch genau so wenig pauschalisiert werden wie ein ''Muss'' für regelmäßiges Hantieren mit den Tieren. Jeder sollte seine Erfahrungen machen und Rücksicht auf das Wohl des Tieres nehmen.

Fütterung

Von Anfang an spielt die Fütterung eine wichtige Rolle und der richtige Umgang mit den Futtertieren und den Schlangen sollte man nach einiger Zeit im Griff haben. Jeder macht auch hier seine Erfahrungen und hat eigene Prozesse enwtickelt, wie die Fütterungen - je nach Größe der Tiere - ablaufen.

Sicherheit für die eigene Person und auch für das Tier ist das A und O. Die meisten Unfälle passieren  vor, während und nach der Fütterung, weil man sich nicht an die Regeln gehalten hat (oder man hat einen schlechten Tag erwischt ;-)). Mann muss sich immer im Klaren sein, dass es nicht die Schuld des Tieres war, sondern die Unachtsamkeit oder das Fehlverhalten von einem selbst.


Ich füttere meine Tiere überwiegend mit Frostfutter. Das Frostfutter wird je nach Größe am Vorabend aufgetaut und dann 30-60 Minuten in warmen Wasser auf Körpertemperatur gebracht.  Tiere, die nicht außerhalb des Terrariums fressen oder zu groß sind werden im Becken gefüttert, die anderen kommen in Futterboxen. Die beste Zeit zum Füttern ist der späte Abend, da dann die meisten Pythons aktiv werden.

  

Fütterungsintervalle

Wie oft man füttert oder füttern sollte werde ich hier auch nicht vorschreiben, denn in der Natur folgt dieses Thema auch keinen festegelegten Richtlinien. Da wird gefressen, wenn es die Situation ergibt. Manchmal findet das Tier mehr Futter, größere Tiere, kleinere Tiere oder monatelang gar nichts.

Diese Aussage soll wiederum nicht dazu verleiten, ein Tier nicht artgerecht zu füttern. Wenn man sich z.B. für ein weiblichen Netzpython entscheidet, muss man sich im Klaren sein, dass dieses Tier für ein natürliches Wachstum auf eine ganz natürliche Größe öfter und mehr Futter benötigt als ein Männchen. Weibchen sind darauf ausgelegt eine gewisse Masse und Länge in einem bestimmten Zeitraum zu erreichen um den Arterhalt zu sichern.