| Farb- und Zeichnungsvarianten des Netzpythons |
Im Vorfeld zu diesem Thema möchte ich erwähnen, dass es ein Unding wäre hier alle aktuellen Morphen in allen Erscheinungsformen und den daraus resultierenden ''Designermorphen'' aufzulisten. Da am Ende alles mit allem verpaart und gekreuzt werden kann, darf sich jeder selbst ausmalen, welche fast unendelichen Möglichkeiten zu realisieren sind teilweise schon realisiert wurden.
Als Designermorphe bezeichne ich Tiere, die aus Verpaarungen enstehen, die so in der Natur niemals vorkommen würden, wie z.B. Albino Sunfire Genetic Stripe oder um es zu übertreiben Sunfire Fire Supertiger Motley Titanium.
Hier ein Sunfire Fire Tiger:

Die herkömmlichen Farb- und Zeichnungsvarianten des Netzpythons entstammen keiner Zucht mit ausgewählten Tieren sondern entsprangen und entspringen den Launen der Natur. Einige haben sich auch in den Herkunftsgebieten gefestigt und landen immer wieder in Zuchtfarmen und Abdeckereien.
Auch amelanistische Tiere kommen in freier Wildbahn vor, jedoch ist ihr auffäliges Schuppenkleid nicht an die Umgebung angepasst und die Überlebenschancen solcher Tiere sind sehr gering. Der Handel mit solchen Wildfang-Farbmorphen wie Albino oder Calico sowie auch Zeichnungsvarianten wie z.B. Tiger, Sunfire, Platinum und Anthrax ist schon längst eine lukrative Einnahmequelle für die ostasiatische Bevölkerung. Vor einigen Jahren wanderten besonders große und auffällige Tiere in Abdeckereien und wurden zu Lederprodukten ''verarbeitet''.

Umso mehr liegt es im Ermessen des privaten Halters bzw. Züchters respektvoll mit den Resourcen der Tiere umzugehen. Unüberlegte Zuchten wie Verpaarungen unter Geschwistern sollten vermieden werden, da sich genetische Deffekte und Deformierungen einstellen. Solche Kreuzungen führen zwar schnell zu gewünschten Ergebnissen, wirken sich aber immer zum Nachteil der Nachkommen und grenzen den Genpool stark ein. Natürlich gilt diese Problematik für viele andere Arten wie z.B. Tigerpython (Python bivittatus bivittatus) und ganz besonders für den Königspython (Python regius). Aktuell scheinen es ''scaleless'' (schuppenlose) Schlangen sehr begehrt zu sein. Mir ist unbegreiflich, was man an solchen Tieren finden kann, denn ohne schützendes Schuppenkleid muss so ein Tier in Watte gepackt werden und führt ein nicht artgerechtes Leben.
Hier ein schuppenloser Python regius:

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Jeder verantwortungsvolle Züchter sollte bemüht sein Zuchtprojekte gut zu überlegen und sich auch über mögliche Konsequenzen klar zu sein. Das Streben nach der ''schnellen Mark'' ist meisten ein Unterfangen, dass kurzfristig zum ''Erfolg'' führt, jedoch dauerhaft Schäden anrichtet.
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