Genetik

Einfache rezessive Erbgänge

Rezessive Erbgänge werden nur in der homozygoten Form sichtbar. Verpaart man also ein homozygotes Tier mit einem wildfarbenen (normalem) Tier, haben alle Nachkommen ein normales Aussehen, tragen aber das das Gen des homozygoten Elternteils.

Dies ergibt sich dadurch, dass eine mutierte Allele von dem homozygoten Elternteil und eine normale Allele von dem anderen Elternteil an die Nachkommen vererbt wird. Diese Tiere werden  als heterozygot oder kurz ,,hets" be- zeichnet. Man kann sie äußerlich nicht von den normalen Tieren unterscheiden.

Beispiele für homozygote Tiere beim Tigerpython sind Albino, Green, Granit, Labyrinth etc.. Heterozygote Tiere können wie genannte homozygote Tiere aussehen, jedoch mit dem Unterschied, dass diese spalterbig für Albino, Granit, Green, Labyrinth etc. sind (z.B. Labyrinth het. Albino, Granit het. Green). Natürlich kommt es auch vor, dass mehrfach heterozygote (spalterbige) Tiere auftreten wie z.B. Granit doppelhet. Albino/Green.


Beispiele der einfachen rezessiven Vererbung in Form von Punnet-Quadraten:

1. Normal (NN)   x   Homozygot (aa)

 - aa 
 NN N a 
 NN aN a 


Beispiel:

         +             =     

Dieses Beispiel zeig die Verpaarung von einem wildfarbenen Tier (NN) mit einem amelanistischen Tier (aa). Alle Nachkommen haben ein normales Allel und ein mutiertes Allel und sind somit heterozygot für Albino. Sie werden als 100% het. Albino bezeichnet. Sie tragen das Albino-Gen in sich, sehen aber aus, wie wildfarbene Tiere.

Hier unterscheiden wir den Genotyp und den Phänotyp. Der Genotyp zeigt uns welche genetische Veranlagung das Tier hat und der Phänotyp spiegelt sich im Aussehen des Tieres wieder.


2. Heterozygot (Na)  x  Heterozygot (Na)

-
N
a
 N NNNa
 aNa
 aa

Beispiel:

   +     =  

Verpaart man zwei heterozygote Tiere schlüpfen statistisch aus vier Eiern ein normales (NN), zwei heterozygote (Na) und ein amelanistische Tier (Albino). In diesem Beispiel sind es jeweils 25% NN, 50% Na und 25% aa. Hier haben wir jedoch ein phänotypisches Problem, d.h. sowohl die normalen Tiere als auch die heterozygoten Tiere haben den gleichen Phänotyp und unterscheiden sich nur im Genoytp. So muss man fairer Weise die normalen Tieren, wie auch die ,,Hets'' als 66% möglicherweise heterozygot bezeichnen. Für die weitere Zucht mit diesen Tieren besteht bei entsprechendem Gegenstück die Möglichkeit, dass das Tier zu 66% das Gen in sich trägt und es weiter vererbt.  


3. Heterozygot (Na)  x  Homozygot (aa)

  

 -a
a
 NNa
 Na
 a aaaa
Beispiel:

   +    = 

Bei diesem Beispiele wurden ein heterozygotes Tier (Na) und ein homozygotes Tier (aa) verpaart. Das Ergebnis hierbei ist, dass eine Hälfte der Nachkommen Albino (homozygot) und die andere Hälfte heterozygot ist.


4. Homozygot (aa)  x  Homozygot (aa)

 -a
 a
 aaa
aa
 aaa
aa

Beispiel:

        +             =    

Hier sieht man, dass bei dem kreuzen zweier homozygoten Gene die Nachkommen alle homozygot sind. Da jedoch in diesem Fall der Albino-Genpool sehr begrenzt ist, da sich so kaum frisches Blut einkreuzen lässt, sollten solche Verpaarungen vermieden werden um Folgeschäden und weiter Inzucht zu vermeiden.


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Co-dominante/dominante Erbgänge

Im Prinzip vererbt sich der Co-dominante Erbgang genau so wie der rezessive Erbgang. Der Unterschied ist der, dass die heterozygoten (co-dominanten) Tiere sich deutlich von den normal aussehenenden Tieren unterscheiden.  Diese ,,sichtbaren Hets'' kann man miteinander verpaaren unnd so deutlichere Mutationen hervorbringen. Diese Nachkommen sind dann unter anderem auch homozygot. Diese homozygoten Tiere sind die dominante Ausprägung des co-dominanten Gens.

Beispiele der co-dominanten/dominanten Vererbung (Punnet-Quadrate):

1. Normal (NN)  x  Co-dominant (Nt)

 - Nt Nt
 NN NNNt
NN
NN
Nt

Beispiel:

  +    = 

Wenn man ein normales Tier (NN, Sulawesi) mit einem co-dominanten Tier (Nt, Tigerretic) verpaart, erhält man 50% NN-Tiere und 50% Nt-Tiere. Bei diesem Erbgang ist es ein leichtes Blutauffrischung zu betreiben.


2. Co-dominant (Nt)  x  Co-dominant (Nt)

-
N t
 NNN Nt
 t Nttt

Beispiel:

  +    = 

Dieses Quadrat zeigt uns deutlich, dass aus der Kreuzung zweier co-dominanten Tiere (Nt, Tigerretic) 50% co.dominante Tigerretic (Nt), 25% normale (NN) Tiere und 25% Supertiger (tt, Superform) entspringen. Die Superform entseht immer bei der Verpaarung von zwei gleichen co-dominanten Tieren.

Weiteres Beispiele:

Platinum (Fire)  x  Platinum (Fire) = 50% Platinum,  25% Ivory (Whitefire) und 25% Normale. Selten auch Leuzisten.


3. Dominat (tt)  x  Normal (NN)

-
 tt
N
Nt
 Nt
 NNt
Nt

Beispiel:

       +             =             

Hier ergeben sich ausschließlich co-dominante Tiere (Nt, Tigerretic), obwohl bei dieser Kreuzung ein normales Tier (NN) beteiligt war.

Weiteres Beispiel:

Ivory (Whitefire)  x  Normal  =  100% Platinum (Fire)


4. Dominant (tt)  x  Co-dominant (Nt)

 - t t
 N Nt tt
 ttt
 tt

Beispiel:

   +     = 

Die Nachkommen aus diesem Gelege sind zu 50% dominate Tiere (tt, Supertiger) und zu 50% co-dominate Tigerretics (Nt).


5. Dominant  x  Dominant


 -t
 t
 t tt tt
t
tt
 tt

Beispiel:

        +            =    

Beide Elternteile sind dominate Genträger (tt) und somit sind auch die Nachkommen dominante Genträger. Jedoch gibt es hier auch Ausnahmen, denn verpaart man zwei Ivory (Whitefire) miteinander resultiert daraus die  Ultraform, sogenannte Ultra-Ivorys. Black Eyed Lucys(schneeweiße Leuzisten mit schwarzen Augen) können bei Platinum(Fire) x Platinum(Fire) in seltenen Fällen auch auftreten.


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Abschließend ist noch anzumerken, dass bei all diesen Berechnungen die Natur nicht einkalkuliert wurde und Schwankungen auftreten können.

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Dieser Beitrag kam nur mit der Hilfe von Andre zu Stande! Danke dafür!!!